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Sonderausstellung

Verdrängung, Enteignung, Neuanfang: Familienunternehmen in Ostdeutschland von 1945 bis heute

Historisch bedingt war gerade die Wirtschaftslandschaft des Großraums Berlin, Thüringens und Sachsens mittelständig und durch Familienunternehmen geprägt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sahen diese sich zunächst mit Demontagen und Enteignungen durch die Sowjetische Besatzungsmacht konfrontiert, sah die Besatzungsmacht ihre Zone in erster Linie als Reparationsressource. Nach Gründung der DDR ging der Verdrängungsprozess von privaten Unternehmen mit Mitteln des Steuer- und Strafrechts weiter: Staatliche Großbetriebe nach sowjetischem Vorbild galten als das Maß aller Dinge. Privatbetriebe, gerade kleine und mittlere Familienbetriebe, waren ein Relikt der Vergangenheit.

Als ›Manager des Mangels‹ entwickelten die verbleibenden Familienunternehmer Strategien, um die letzten Gestaltungsspielräume gegenüber den engen staatlichen Vorschriften und Vorgaben zu nutzen. 1972 kam es jedoch zu einer finalen Verstaatlichungswelle. Das industrielle Unternehmertum wurde komplett vernichtet. Nur noch im Handwerk und Dienstleistungsbereich blieben privat geführte Kleinunternehmen existent. Dies zog manch ungewöhnliche Unternehmensgeschichte in den letzten Jahren der DDR nach sich.

Den roten Faden der Ausstellung bilden ›Portraits‹ von Familienunternehmen wie beispielsweise KATHI, Chrestensen, Mühle Glashütte, APOGEPHA, Alfred Weigel oder den Edelstahlwerken Freital. Exponate und Medienstationen zeigen die Geschichte vieler Firmen zwischen Hoffnung und Rückschlägen und einem Neuanfang nach 1990.

eine Ausstellung der Stiftung Familienunternehmen

Zu sehen vom 27. Januar bis zum 15. März 2026

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